Inneneinrichtung und Interior Design der 80er Jahre. Vintage Möbel und seltene Designobjekte aus der Epoche von Memphis Milano und Postmoderne.

890,00 

1983 wurde die Yuky - Stehleuchte von Paolo Francesco Piva, Studio Dada, für Stefano Cevoli, Italien entwickelt.

439,00 

Mario Botta, Stehleuchte Shogun für Artemide. Inspiriert von den japanischen Kriegern (Schogun war ein japanischer Militärtitel für Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai) und in 1986 entworfen.

429,00  Inkl. MwSt.

Mit ihrer konisch zulaufenden Form wirkt „Ara“ von Philippe Starck wie ein silberne Horn, aus dem sich das Licht auf die umgebende Fläche ergießt. Diese Tischleuchte spendet ein direktes, ausrichtbares Licht.

690,00  Inkl. MwSt.

Bluebird Stehleuchte entworfen von Jorge Pensi aus verchromten Metall und lackiertem Mahagoni-Holz.

3.890,00 

Sehr seltener "Teodora" Stuhl wurde von  Ettore Sottsass für Vitra entworfen, kurz nach dem er die Memphis-Group verlassen hat.

269,00 

Der Penelope Stuhl wurde 1982 von Charles Pollock für Castelli / Haworth entworfen. Der Stuhl hat einen verchromten Rahmen und einen Sitz aus perforiertem Metall. Der Stuhl ist besonders ergonomisch und in einem guten Vintage Zustand.

589,00 

Mit der Shogun Tavolo schuf Botta eine Lampe, die einige zentrale Elemente seiner Architektur widerspiegelt. So griff er etwa für den Lampenfuss auf die zylindrische Grundform zurück und setzte schwarzweisse Streifen ein, die bei vielen seiner Bauten auftauchen und die eine Brücke zu historischen Legenden – in diesem Fall dem Schogun, einem japanischen Krieger und Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai.

2.590,00 

Mario Botta, Stehleuchte Shogun für Artemide. Inspiriert von den japanischen Kriegern (Shogun war ein japanischer Militärtitel für Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai) und in 1986 entworfen.

1.349,00  Inkl. MwSt.

Der Tisch Flamingo wurde von Michele De Lucchi 1984 für die Kollektion Memphis Milano entworfen. Eine ungewöhnliche Form, Materialien, die auf verschiedene Weise miteinander kombiniert werden.


Die 80er Jahre – Pluralismus im Design und Inneneinrichtung

Nach den von Gesellschafts- und Konsumkritik geprägten 70er Jahren entwickelten sich in den 80er Jahren in verschiedenen europäischen Ländern antifunktionalistische Strömungen, die unter dem Begriff Neues Design zusammengefasst werden. Die Entwürfe entsprachen oft bewusst nicht den Anforderungen der Industrie an eine mögliche Massenproduktion und wurden deshalb häufig als Unikate oder in Kleinserie hergestellt. Den Ausgangspunkt dieses neuen Umgangs mit Gestaltung kann man in Italien ausmachen, wo Anfang der 80er Jahre Gruppen wie Memphis oder Alchemia auf den Möbelmessen grosses Aufsehen erregten. Die Möbelentwürfe vor allem von Ettore Sottsass riefen kontroverse Diskussionen hervor. Damals war die Rede von Revolution, Veralberung und Provokation des Designs, heute gelten die Entwürfe der Gruppe als eine Ursache dafür, dass Design generell nicht mehr auf einen verbindlichen Wertekanon ausgerichtet ist, „[...] sondern, dass im Vorlauf jeden Designs, jeden Entwurfs eines Geräts, eines Möbels oder eines Produkts des täglichen Bedarfs der vermeintliche Kodex überprüft und gegebenenfalls modifiziert wird“ (Albus, Volker, Memphis und die Folgen – Design zwischen Postmoderne undPluralismus, In: Wie wohnen - von Lust und Qual der richtigen Wahl,S.147, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2004).

Pop Art im Möbeldesign und Architektur

Im Design und Architektur der 80er Jare zeigt sich auch ein ganz neuer Umgang mit Ornamenten, Dekoren und Farben. Ganz banale Orte wie Bars, Eiscafes oder auch die Bürowelt scheinen Inspirationsgeber für viele Dekore gewesen zu sein, die wiederum mit Einflüssen aus Comic und Popkultur kombiniert wurden.

Mit Witz, Ironie und Provokationen machten vor allem junge Designer auf ein Riesenmanko der bisher herrschenden Designdoktrin aufmerksam: dem Fehlen von Emotionen und Sinnlichkeit. Und tatsächlich konnte die Formel »form follows function« keine Antwort darauf geben, warum Menschen emotionale Objektbeziehungen zu Gegenständen aufbauen. Warum manche einen bestimmten Kaffeetopf lieben oder nur diese eine Automarke fahren wollen. Das neue, emotionsgeladene Design der 80er Jahre verursachte nicht nur ein nachhaltiges Umdenken in der Formgebung, es führte auch zu neuen Konzepten in Herstellung und Vertrieb.

Ein Beispiel dafür ist die Zitronenpresse von Philippe Starck, die er 1987 entwarf und die seit 1990 von Alessi produziert wird: "Juicy Salif" mit ihren drei staksigen Beinen hat kein Auffanggefäß für den Saft und kein Sieb für die Kerne. Es ist eine geradezu grotesk geformte Design-Presse, bei der es wenig um die Funktion geht, sondern bloß um die Präsenz des Designobjektes .
"Mir kommt es nicht darauf an, wie die Dinge aussehen, sondern welche Gefühle sie auslösen", sagt der französische Designer, der als Art Pop-Star unter den Designern gilt und die kommunikative Funktion eines Gegenstandes höher bewertet als die praktische.

In Deutschland fanden in den 80er Jahren eine Reihe von Schauen und Ausstellungen zum so genannten Neuen Design statt, die eine ungewohnte Vielfalt darstellten. Es wurde bewusst vermieden, eine neue Stildoktrin aufzustellen. Die ausführliche Berichterstattung in Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen über die Düsseldorfer Schau „Gefühlscollagen – Wohnen von Sinnen“ von 1986 zeigt, wie groß das öffentliche Interesse in den 80er Jahren am Möbeldesign war.